Maschenzunahme bei Mützen

Maschenzunahme bei Mützen

Die richtige Maschenzunahme bei Mützen ist wichtig, damit der Mützenteller sich weder wellt noch sich wölbt. Im Grunde möchte man für den Teller einen flachen Kreis häkeln. Die typische Mützenform erhält die Mütze automatisch, nachdem man mit der richtigen Maschenzunahme die passende Mützengröße erreicht und dann ohne Zunahmen weiterarbeitet.

Hier erkläre ich dir das Prinzip, wie du mit jeder beliebigen Wollstärke die richtige Maschenzunahme bei Mützen machen kannst und somit auch aus jeder Wolle eine gut sitzende Mütze zaubern kannst.

Das Prinzip der Maschenzunahme bei Mützen

Es ist egal, mit welcher Art von Maschen du deine Mütze häkelst. Es macht keinen Unterschied, ob du mit festen Maschen, halben oder ganzen Stäbchen arbeitest oder gar Doppel- oder Dreifachstäbchen verwendest. Das Prinzip der Maschenzunahme bei Mützen ist jedes Mal gleich:

Du fängst mit einer bestimmten Anzahl von Maschen in einen Faden- oder Luftmaschenring an. Diese Maschenzahl ist der einzige Unterschied bei den einzelnen Maschenarten. Danach arbeitest du nach folgendem Prinzip:

  1. Runde: jede Masche verdoppeln
  2. Runde: jede zweite Masche verdoppeln
  3. Runde: jede dritte Masche verdoppeln
  4. Runde: jede vierte Masche verdoppeln
  5. Runde: jede fünfte Masche verdoppeln
  6. etc…

Du arbeitest in jeder Runde zwischen den Verdoppelungen also eine normale Masche mehr. Das machst du so lange, bis die richtige Mützengröße erreicht ist. Nach diesem Prinzip kannst du Mützen jeglicher Art und Größe herstellen und bist nicht an die Größenangaben in Anleitungen gebunden – erfahrungsgemäß stimmen diese sowieso nur in den seltensten Fällen.

Mit wie vielen Maschen fange ich bei der Maschenzunahme bei Mützen an?

MaschenartAnzahl der AnfangsmaschenZugenommene Maschen je Runde
feste Maschen66
halbe Stäbchen9 oder 8 – bei 8 wölbt sich der Mützenteller ganz sacht, was sehr gut aussieht. Ich empfehle daher mit 8 Maschen anzufangen.9 oder 8 – jenachdem wie du anfängst
Stäbchen1212
Doppelstäbchen1515
Dreifachstäbchen1818

Maschenzunahme bei Mützen mit Mustern

Wie du der obigen Tabelle entnehmen kannst, ist die Maschenzunahme bei Mützen in jeder Runde identisch mit der Anzahl der Maschen, mit denen du im Faden-/Luftmaschenring begonnen hast. Arbeitest du nun also mit einem Muster, solltest du entsprechend der Maschenart genau diese Anzahl von Maschen gleichmäßig verteilt je Runde zunehmen.

Weitere Hilfen für Häkelmützen

  • Mützengröße per Durchmesser bestimmen

    Mützengröße berechnen

    Hilfestellung zur Berechnung der richtigen Größe, damit Häkelmützen bei einem bekannten Kopfumfang gut passen.

6 Gedanken zu „Maschenzunahme bei Mützen

    1. amyra Beitragsautor

      Hallo N.,

      schade, dass sich deine Mützen nach dieser Anleitung wölben und wellen. Wenn sich Kreise wellen, ist dies in der Regel ein Hinweis darauf, dass man zuviele Maschen in einer Runde hat. Hast du dich vielleicht mit den Zunahmen vertan?

      Leider ist es ohne weitere Angaben schwierig festzustellen, wo genau das Problem liegt. Wenn du magst, kannst du mir aber gerne eine Mail schreiben oder hier kommentieren, was die Anleitung für dich schwer verständlich macht oder auch ein Foto von deinem Mützenteller anhängen. Gerne helfe ich dir dann weiter. Auch für Verbesserungsvorschläge, wie die Anleitung leichter verständlich wäre, bin ich jederzeit offen.

      lg, amyra

  1. Manu

    Hallo amyra,

    meine Mützen haben auch nie gepasst, daher bin ich froh, diese Mützenteller-Sache gefunden zu haben 😉
    Allerdings habe ich eine Frage bezüglich der Zunahme für einen gewölbten Teller:
    Das Prinzip in
    Runde 1: jede Masche verdoppeln
    Runde 2: jede zweite Masche verdoppeln

    macht natürlich Sinn, ab einer gewissen Größe sieht es aber mMn nicht mehr schön aus, einen großen Topflappen mit Schlauch dran zu häkeln (es sieht dann immer gern nach Hut aus, im blödesten Fall nach so einem Klopapierhut). In einigen Anleitungen findet man – wahrscheinlich deshalb – Abänderungen wie:
    Runde 5: jede siebte Masche verdoppeln
    Runde 6: jede zehnte Masche verdoppeln

    Durch die Wölbung wird dann allerdings das Ausmessen von Durchmesser oder Radius schwieriger.
    Wie könnte man das ohne viel Herumprobieren und Auftrennen schön hinkriegen?

    Danke für deine Meinung!
    LG
    Manu

  2. pepsitralala

    Also ich finde, dass in deiner Tabelle die letzte Spalte der zugenommenen Maschen gerade blutige Anfänger gewiss irritiert. Interessanter wäre sicherlich eine Auflistung darüber, wieviele Maschen man in jeder Runde nach den Zunahmen „haben muss“. Also beispielsweise im Ring 6 Maschen, jede Masche verdoppelt dann 12 Maschen, in jede 2. Masche verdoppelt dann am Ende 18 Maschen, in jede 3. Masche doppelt dann 24 Maschen usw. Logisch, dass man dann in jeder Runde insgesamt 6 Maschen zugenommen hat oder zunehmen muss. Aber so, wie du die Tabelle darbringst, wissen echte Anfänger wahrscheinlich nicht genau „was“ du meinst. Liebe Grüße und dir und uns allen weiterhin viel Spaß beim Häkeln.

  3. gelini89

    hallo! Ich suche einen Hinweis, wie ich unsichtbare zunahmen über Runde 10 hinaus nehmen muss. Also wo fange ich die zunahmen an sodass der teller sich ebend nicht wölbt? Irgendwie bin ich zu doof, dass selbst zu sehen.

    zb 2 runde 2+3, 4, 5+6 und runde 10 ist es meist ja schon 8+9, 10, 11+12, usw.

    aber manchmal hab ich in runde 3 zb auch wieder 2+3 und runde 11 auch 8+9.

    Wonach gehe ich da?? An welcher Stelle beginnen die Zunahmen? Wie kann ich das für mich fortführen, egal welche maschenanzahl/art ich benutze?
    Wenn ich die Hinweise bekommen könnte wäre ich sehr dankbar!

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