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Eine Storchenente zum Geburtstag

Wie jedes Jahr war es auch diesmal wieder soweit: Meine Mutter hatte Geburtstag. Im Vorfeld äußerte sie, dass sie sich einen Kantenhocker als Dekoration wünschen würde – und brachte mich damit in eine ziemliche Bredouille. Für mich sind Kantenhocker in der Regel nämlich unnützer Nippes, bloße Staubfänger und wirklich schöne habe ich selten gesehen. Wie gut, dass Geschmäcker unterschiedlich sind 🙂

Jedenfalls stand ich nun vor der Aufgabe, einen möglichst schönen Kantenhocker zu finden. Für mich nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Egal, was ich mir so anschaute, ich fand fast alles nur kitschig und weigerte mich, sowas dann zu verschenken.

Doch man ist ja schließlich nicht umsonst Häklerin! Es muss doch gewiss eine schöne Häkelanleitung für ein Amigurumi geben, das auch diesen Zweck erfüllt, dachte ich mir. Fündig wurde ich im Sonderheft Amigurumi Vol. 3. In diesem Heft sind – wie auch schon in seinen Vorgängern – einige wirklich schöne Amigurumianleitungen zu finden. Die Designs stammten auch diesmal wieder von Tessa van Ried.

Unter anderem befindet sich in diesem Heft die Anleitung für den Storch „Isolde“ – von Tristan und Isolde, schließlich war der Storch zusammen mit dem Frosch „Tristan“ abgebildet. Der Storch ist einfach niedlich und in diesem Fall für meine Zwecke wunderbar geeignet: Hat er doch schön lange Beine, die einen Einsatz als Kantenhocker denkbar machen.

Die Storchenente oder kurz: Stente

Amigurumi StorchAlso frisch ans Werk, dachte ich mir. Die Anleitung war gut und verständlich geschrieben, die Arbeit ging gut voran und die Stelle, an der ich das ganze erstmal beiseite legte, war als es ans Zusammennähen ging. Das ist einfach der Part, den ich bei Amigurumis gar nicht mag. Dennoch wurde der – zu diessem Zeitpunkt noch Storch – rechtzeitig fertig.

Fröhlich präsentierte ich ihn also meiner Mutter an ihren Geburtstag. Sie schien sich ehrlich zu freuen und sagte dann: „Das ist aber eine niedliche Ente!“

Ente?! Hey, das ist ein Storch! Zumindest hatte ich genau diesen bisher auch immer darin gesehen. Nun kamen mir erste Zweifel. Ist es wirklich ein Storch? Ist es eine Ente? Eine Gans gar? Letztlich soll es mir egal sein, ich finde das Tierchen niedlich und dem Geburtstagskind gefiel es auch.

Später wurden dann noch einige andere Leute gefragt. Die meisten sahen darin ebenfalls eine Ente. Vermutlich liegt es vor allem an der Farbe des Schnabels. Ich habe mich zwar an die Farbangaben aus der Anleitung gehalten, aber ein Schnabel in einem deutlicheren Rotton hätte da Missverständnissen wohl vorbeugen können. Aber solange die Storchenente allen Beteiligten gefällt, ist dies wohl nur eine Nebensache.

Gehäkelt wurde diese Storchenente aus reiner Baumwolle mit einer LL von 125m auf 50g und der Verbrauch lag bei ca.150g.

Der kleine rote Amigurumi-Drache

roter Drache

Im Original heißt diese Anleitung Baby Snow Dragon und ist von MarjorieCrochets. Doch Snow, also Schnee, erschien mir sehr unpassend für einen roten Drachen, für einen feurigen Drachen, für einen kraftvollen Drachen, der doch wegen sein zarten Alters durch eine gewisse Niedlichkeit besticht. Ein schöner Amigurumi-Drache halt.

Fotoscheu ist er ebenfalls nicht, wie die folgenden Aufnahmen bezeugen.

Ein liebevolles neues Zuhause, in dem er selbstverständlich artgerecht gehalten wird, hat er schon vor mehreren Jahren gefunden.

Insgesamt ist dieser Drache eine tolle Anleitung. Er macht Spaß zu häkeln, er geht relativ schnell und sieht auch noch toll aus. Das Zusammennähen war allerdings wie bei den meisten Amigurumis der Teil, um den ich mich am liebsten gedrückt hätte.drache04

Auch das Befestigen der Sicherheitsaugen hat mich ziemlich Nerven gekostet. Die Ringe um die Augen herum werden einzeln gehäkelt. Ich habe mir das Annähen gespart und sie direkt zusammen mit den Augen befestigt. Das bedeutete aber auch, dass der Stift der Sicherheitsaugen durch zwei Lagen Maschen durch musste und auf der Rückseite entsprechend kurz wurde. Eine ziemliche Friemelei. Nachdem die Augen aber erstmal saßen, waren sie dann aber wie von Sicherheitsaugen gewohnt auch wirklich fest.

roter Drache

Gearbeitet habe ich ihn mit mittelstarken Baumwollgarn. Dass die grünen Augen so herausstechen, liegt zum Teil auch am Licht. Der Kontrast zum Rot ist natürlich gewollt, aber in echt wirken sie nicht ganz so strahlend wie auf dem letzten Foto.

 

Zwei kleine Amigurumi-Schildkröten

zwei Schildkröten Nr. 1

zwei Schildkröten Nr. 2zwei Schildkröten Nr. 3

Amigurumi-Schildkröten sind schon etwas Feines.

Darf ich vorstellen? Diese beiden heißen Leander und Leonore und sind ein kleines Pärchen, das im Laufe der Zeit unzertrennlich geworden ist. Aber wer käme auch schon auf die Idee, zwei so liebe Gesellen auseinander zu reißen?

Die Anleitung zu diesen Schildkröten nennt sich übrigens Tiny Striped Turtle. Bei der einen habe ich nur den Kopf etwas vergrößert und der Hut ist per Versuch und Irrtum entstanden. Verwendet wurde wie bei den meisten meiner Amigurumis ein dünnes Baumwollgarn.

Die beiden waren meine allerersten Amigurumis und seitdem hat mich das Fieber gepackt 🙂

zwei Schildkröten im Profil

Herzlich willkommen!

Sammy, der Häkelhase, darf auf diesem Blog natürlich nicht fehlen und er hat mir heimlich ins Ohr geflüstert, dass er die „Eröffnungsrede“ halten möchte. Nun, hier ist er also und er heißt euch alle ganz herzlich willkommen auf diesen Seiten. Ich natürlich auch. Wir beide würden uns freuen, wenn ihr hier regelmäßig vorbeischaut.

Häkelhase Sammy

Sammys erstes Porträt

Entstanden ist Sammy übrigens nach der Anleitung Lavender Bunny von Sarah Arnold und wird euch auf diesem Blog wohl noch des Öfteren begegnen. Seine heimliche Leidenschaft ist nämlich das Reisen.