Hervorgehobener Artikel

Willkommen beim Maschenzähler Blog

Herzlich willkommen auf dem Maschenzähler Blog! Hier dreht sich alles rund um ein wunderbares Hobby: Häkeln! Egal ob es Tücher sind, Amigurumis, Mützen, Kleidungsstücke, Socken oder Puschen, große oder kleine Decken, filigran gearbeitete Stücke aus dünnem Garn oder große Teppiche aus Textilgarn. Die Möglichkeiten, die das Häkeln eröffnet, sind nahezu endlos.

Leider erscheinen einem die Probleme, auf die man beim Häkeln manchmal trifft, oft genauso endlos 😉 Doch genau hier möchte ich euch helfen! In diesem Häkelblog findet ihr Tipps und Tricks rund um Häkeln, könnt euch mit Unterstützung meiner Übersetzungstabelle auch an englische Häkelanleitungen heranwagen und vielleicht gefallen euch ja sogar meine eigenen Anleitungen gut genug, dass ihr sie nacharbeiten wollt 🙂

Also: ran an die Nadel und viel Spaß!

Warum du nie mitten im Projekt die Häkelnadel wechseln solltest

Thumbnail Häkelnadeln im Vergleich: Holz vs Metall

Die meisten werden das wohl kennen: Da hatte man das ganz anders geplant und ehe man sichs versieht, hat man fünf (oder mehr) UFOs rumliegen, aber dieses eine neue Projekt muss man einfach ausprobieren – jetzt! Sofort! 😀 Dumm nur, wenn alle Häkelnadeln in der benötigten Stärke schon belegt sind.

Nun, Häkeln hat gegenüber Stricken den Vorteil, dass man die Nadel einfach rausziehen kann und sich nichts aufribbelt. Also gesagt, getan. Das neue Projekt angenadelt, nach einer Weile fertiggestellt, in der Zwischenzeit noch zwei andere Häkelstücke mit der gleichen Nadelstärke angefangen und fröhlich die Nadeln von den unfertigen Objekten genommen. Wieso auch nicht? Da werden sie gerade nicht benötigt und man war sogar so clever und hat sich zu jedem UFO notiert, welche Nadelstärke es war.

Notiere dir zusätzlich zur Nadelstärke, welche deiner Nadeln in der entsprechenden Größe es war!

Maschenproben mit zwei unterschiedlichen Häkelnadeln der Stärke 4,5 mm

Maschenproben mit zwei Häkelnadeln der Stärke 4,5 mm

Diese beiden Grannys habe ich mit der gleichen Wolle gehäkelt. Beide mit Häkelnadeln der Stärke 4,5 mm. Das linke mit der unteren Nadel im Bild: einer Clover Soft Touch – einer Häkelnadel mit Metallspitze und flachem Kunststoffgriff. Das rechte Granny habe ich mit der oberen Nadel gefertigt: einer doppelseitigen Knit Pro Symfonie aus Holz.

Unschwer zu erkennen: Die Grannys sind unterschiedlich groß! Mir war zwar vorher schon bewußt, dass ich mit Holznadeln meist lockerer häkel als mit Metallnadeln, dass die Größe so stark abweicht, hat mich dann aber doch überrascht.

Wieso die Grannys trotz gleicher Wolle und Nadelstärke unterschiedlich groß sind? Jede Häkelnadel liegt anders in der Hand. Manche Nadeln haben einen flachen Griff, manche einen runden, manche einen dicken, manche einen dünnen.  Manche sind aus Holz, manche aus Metall, manche aus Plastik. Auch die Haken können unterschiedlich sein: sehr spitz, relativ rund, lang, kurz, eingesunken, hervorstehend, etc. All das beeinflusst, wie du mit dieser einen speziellen Nadel häkelst.

Detailansicht Häkelnadeln aus Holz und Metall

Häkelnadeln aus Holz und Metall im Vergleich

Bei den beiden verwendeten Nadeln fällt auf Anhieb auf, dass sie unterschiedlich geformt sind. Die Holznadel ist durchgängig relativ dünn (nämlich 4,5 mm), die Metallnadel hat einen recht breiten Griff. Auch die Länge der Nadeln unterscheidet sich. Nicht ganz so offensichtlich, aber auch entscheidend dafür, wie du mit den Nadeln häkelst: Die Haken sind unterschiedlich.

Haken von Metallnadel und Holznadel im VergleichDie Metallnadel läuft sehr spitz zu, die Holznadel hat einen deutlich runderen Kopf. Auch der Schaft der Metallnadel verjüngt sich zum Haken hin, während die Holznadel die gleiche Breite beibehält. Auffällig ist auch, dass der Haken der Holznadel insgesamt länger ist als der von der Metallnadel und dass der Haken bei der Metallnadel etwas über den Schaft hinausragt. Das ist bei der Holznadel nicht der Fall, dort ist er quasi in den Schaft eingelassen.

Durch diese unterschiedliche Form musst du die Häkelnadel anders halten und führen, um in Maschen einzustechen und den Arbeitsfaden zu holen. Entsprechend kann sich auch unterscheiden, ob du mit der Nadel eher fest oder eher locker häkelst und wie das Maschenbild ausfällt. Dass der Unterschied bei dir genauso groß ausfällt wie bei mir, muss aber natürlich nicht sein.

Fazit

Wenn du möchtest, dass dein Projekt ein gleichmäßiges Maschenbild hat, wechsle niemals mittendrin die Häkelnadel! Die Nadel beeinflusst, wie fest oder locker du häkelst.

Häkelanleitung Half-Granny-Tuch

Half-Granny-Tuch

Das Half-Granny-Tuch ist ein echter Klassiker unter den Häkeltüchern. Es ist sehr einfach zu häkeln und eignet sich daher auch sehr gut für Anfänger. Doch trotz des leichten Musters ist es nie langweilig! Hier findest du eine kostenlose Häkelanleitung für ein Half-Granny-Tuch.

Material

  • Wolle in Wunschfarbe und beliebiger Dicke; z.B. ca. 250g Mamba 4-fädrig von 100Farbspiele mit 900m Lauflänge
  • Häkelnadel passend zur Wolle, z.B. NS 4,5

Größe

Das Half-Granny-Tuch kann beliebig groß gehäkelt werden. Dazu einfach immer die letzte Reihe wiederholen bis die gewünschte Größe erreicht ist. Zur Orientierung, wieviel Wolle du brauchst, hier einige Erfahrungswerte:

  • 200g Sockenwolle, NS 4: Spannweite ca. 175 cm
  • 900m 4-fädrige Farbverlaufswolle, NS 3,5 : Spannweite ca. 180 cm
  • 750m 4-fädrige Farbverlaufswolle, NS 4,5: Spannweite ca. 170 cm

Abkürzungen

  • Km: Kettmasche
  • Lm: Luftmasche
  • Stb: Stäbchen
  • Wlm: Wendeluftmasche

Häkelanleitung Half-Granny-Tuch

  • Anfang: 4 Lm, mit Km zu Kreis schließen
  • Reihe 1: In den Kreis: 3 Wlm, 1 Lm, 3 Stb, 3 Lm, 3 Stb, 1 LM, 1 Stb, Arbeit wenden
  • Reihe 2: 3 Wlm, 1 Lm, 3 Stb um Lm der Vorreihe, 1LM, (3 Stb, 3 Lm, 3 Stb) um 3er-Lm-Bogen, 1 Lm, 3 Stb um letzte Lm der Vorreihe, 1 Lm, 1 Stb in oberste der 3 Wlm der Vorreihe, Arbeit wenden
  • Reihe 3: 3  Wlm, 1 Lm, [3 Stb um Lm der Vorreihe, 1 Lm] wiederholen bis zu den 3 Lm an der Spitze des Tuches, (3 Stb, 3 Lm, 3 Stb) um 3er-Lm-Bogen, 1 Lm, [3 Stb um Lm der Vorreihe, 1 Lm] wiederholen bis Reihenende, 1 Stb in oberste der 3 Wlm der Vorreihe, Arbeit wenden
  • Reihe 3 wiederholen bis gewünschte Größe erreicht ist

Häkelschrift zum Half-Granny-Tuch

Häkelanleitung Half-Granny-Tuch - Häkelschrift

Zur Veranschaulichung: Die ersten Reihen gehäkelt

Die ersten Reihen eines Half-Granny-Tuchs gehäkelt

Die ersten Reihen eines Half-Granny-Tuchs gehäkelt

Die ersten Reihen eines Half-Granny-Tuchs gehäkelt - mit Häkelschrift

Die ersten Reihen eines Half-Granny-Tuchs gehäkelt – mit Häkelschrift

Bilder fertiger Half-Granny-Tücher

Half-Granny-Tuch in Gesamtansicht

Umglegtes Half-Granny-Tuch aus grüner Farbverlaufswolle

Half-Granny-Tuch aus Farbverlaufswolle

Häkelanleitung Drachenschwanz „Drakon“

Thumbnail Häkelanleitung Drachenschwanz

Drachenschwänze haben ihren Namen von ihrer Form: Die sanfte Biegung und die Zacken erinnern an die rückwärtigen Ende eines Drachen. Hier findest du eine kostenlose Häkelanleitung für einen einfachen Drachenschwanz aus Stäbchen, der sogar Anfängern gelingt.

Material

  • dieser Drachenschwanz lässt sich mit jeder beliebigen Wolle häkeln
  • verwendet: 180g Merino-Gemisch von der Hamburger Wollfabrik (200m/50g; 79% Merino, 15% Polyamid, 6% Viskose)
  • alternativ für den grau melierten Drachenschwanz: 200g Drops Fabel (410m/100g)
  • passende Häkelnadel zum Garn, größer als auf Banderole angegeben; hier: Nadelstärke 5,5

Größe des Drachenschwanzes

  • Es können beliebig viele Zacken gehäkelt werden
  • Größe des schwarzen Drachenschwanzes: ca. 223cm lang
  • Größe des grauen Drachenschwanzes: ca. 230cm lang

Komplettansicht gehäkelter Drachenschwanz

Häkelanleitung Drachenschwanz „Drakon“

Abkürzungen

  • Lm: Luftmasche
  • Wlm: Wendeluftmasche
  • Stb: Stäbchen
  • hStb: halbes Stäbchen
  • M: Masche
  • zus. abgem.: zusammen abgemascht

Hinweis

Ab der dritten Reihe gilt folgendes Prinzip:

  • Die zweite und vierte Masche vom inneren Rand her gesehen wird verdoppelt; das sorgt für die Biegung
  • Die dritte Masche vom äußeren Rand her gesehen wird mit einer Luftmasche übersprungen (Ausnahme: letzte Reihe einer Zacke)
  • Der Rest der Reihe besteht aus Stäbchen
  • Nach 6 Reihen bleiben zusätzlich 6-9 Maschen am äußeren Rand unbehäkelt; das sorgt für die Zacken

Anleitung

Häkelanleitung Drachenschwanz

  • 1. Reihe: 4 Lm, 4 Stb in erste Lm
  • 2. Reihe: 3 Wlm, 1 Stb in nächste M, 1 Lm, 2 Stb in nächste M, 2 Stb in nächste M, 1 Stb in letzte M
  • 3. Reihe: 3 Wlm, 2 Stb in nächste M, 1 Stb, 2 Stb in nächste M, 1 Stb, 1 Lm, 1 M überspringen, je 1 Stb in letzte zwei M
  • 4. Reihe: 3 Wlm, 1 Stb in nächste M, 1 Lm, 1 M überspringen, je 1 Stb in jede M bis 4 M vor Reihenende, 2 Stb in nächste M, 1 Stb, 2 Stb in nächste M, 1 Stb in letzte M
  • 5. Reihe: 3 Wlm, 2 Stb in nächste M, 1 Stb, 2 Stb in nächste M, je 1 Stb in jede M bis 3 M vor Reihenende, 1 Lm, 1 M überspringen, je 1 Stb in letzte zwei M
  • 6. Reihe: 3 Wlm, je 1 Stb in jede M bis 4 M vor Reihenende, 2 Stb in nächste M, 1 Stb, 2 Stb in nächste M, 1 Stb in letzte M
  • 7. Reihe: 3 Wlm, 2 Stb in nächste M, 1 Stb, 2 Stb in nächste M, je 1 Stb bis 9 M vor Reihenende, 1 Lm, 1 M überspringen, je 1 Stb in nächste zwei M. Die letzten 6 Maschen der Vorreihe bleiben unbehäkelt! (Die 9 M vor Reihenende ergeben sich aus den 6 unbehäkelten Maschen + 3 Maschen für Lm, 2 Stb)
  • 8. Reihe: wie Reihe 4
  • 9. Reihe: wie Reihe 5
  • 10. Reihe: wie Reihe 4
  • 11. Reihe: wie Reihe 5
  • 12. Reihe: wie Reihe 6

Reihen 7 – 12 beliebig oft wiederholen. Es ändert sich nur die Anzahl der Maschen, die je Zacke frei bleiben:

  • 3 Zacken je 6 Maschen unbehäkelt lassen
  • 3 Zacken je 7 Maschen unbehäkelt lassen
  • 3 Zacken je 8 Maschen unbehäkelt lassen
  • Rest: je 9 Maschen unbehäkelt lassen

Umrandung

  • Anfang: 2 Wlm, 2 hStb in nächste M, 1 hStb, 2 hStb in nächste M, je 1 hStb in jede M bis Reihenende. Zusätzlich 2 hStb in letzte M
  • seitliche Zacke: Drachenschwanz um 90 Grad drehen. 5 Mal je 3 hStb seitlich um Stb; 1 hStb seitlich um Stb. 3 zusam. abgem. hStb mit folgenden Einstichstellen: seitlich um gleiches Stb, erste beiden unbehäkelten M der nächsten Zacke
  • unbehäkelte Maschen der Zacke: je 1 hStb in jede M bis Reihenende. Zusätzlich 2 hStb in letzte M
  • Wiederhole die letzten beiden Schritte bis zur letzten Zacke. Dort 6 Mal je 3 hStb seitlich um Stb, 1 hStb in Anfangsluftmasche

Fertigstellung

Arbeit beenden, Fäden vernähen und falls gewünscht spannen.

Häkelschriften

Häkelschrift Drachenschwanz

Häkelschrift Drachenschwanz

Häkelschrift Umrandung

Häkelschrift Umrandung Drachenschwanz

Bilder fertiger Tücher

Komplettansicht gehäkelter Drachenschwanz

Drachenschwanz aus schwarzer Merinowolle mit Glitzer

Komplettansicht Drachenschwanz

Drachenschwanz aus grauer Sockenwolle

Detailansicht Drachenschwanz

Detailansicht des Anfangs

Umgelegter Drachenschwanz

Umgelegter Drachenschwanz

Erigeneia und Phlegethon auf Ravelry

Ihr lieben Ravelry-Nutzer da draußen, ich habe nun endlich Seiten für meine Häkelanleitungen „Erigeneia“ und „Phlegethon“ auf Ravelry angelegt. Wenn ihr dort auch aktiv seid, dürft ihr sie also faven, in den Queue schieben oder eure Projekte damit verlinken 🙂

Erigeneia: http://www.ravelry.com/patterns/library/erigeneia

Phlegethon: http://www.ravelry.com/patterns/library/phlegethon

Die Seite für meine Anleitung Philemon/Baucis folgt dort, sobald ich auch davon die englische Version fertig habe.

 

Häkelanleitung Erigeneia

Vorschaubild Häkelanleitung Erigeneia

Das Erigeneia ist ein gehäkeltes Dreieckstuch, das mit dem Gegensatz von Lochmuster und soliden Blöcken spielt und durch eine raffinierte Bordüre den letzten Schliff erhält. Es ist recht einfach zu häkeln und eignet sich bereits für fortgeschrittene Anfänger. Hier findest du die kostenlose Häkelanleitung.

English version available at Ravelry:
Projektseite auf Ravelry:

Material

  • 750m 4-fädriges Farbverlaufsgarn 50% Baumwolle/50% Polyacryl, ca. 200g (hier: „Sonne“ von Wollium)
  • Häkelnadel der Stärke 4,5mm

Größe

  • gespannt: Spannweite ca. 182cm, Tiefe ca. 75cm
  • ungespannt: Spannweite ca. 170cm, Tiefe ca. 69cm

Das Tuch kann vergrößert werden, indem Part A und Part B beliebig oft wiederholt werden. (Bei obiger Garnmenge habe ich für die Bordüre werden etwa 30% der Wolle benötigt, bei Vergrößerungen sollte also darauf geachtet werden, dass genügend Garn für die Umrandung bleibt.)

Häkelanleitung Erigeneia - Komplettansicht des Tuchs

Maschenprobe

Nach den ersten 5 Reihen:

  • ungespannt: Spannweite 17,5cm, Tiefe 7cm
  • gespannt: Spannweite 20,5cm, Tiefe 9cm

Wenn du mit dem oben angegebenen Garn arbeitest, sollte dein Tuch nach den ersten 5 Reihen diese Größe nicht überschreiten, da sonst die Wolle für den Abschluß der Bordüre nicht reichen wird! Ist es etwas kleiner und dir gefällt das Maschenbild, ist das unproblematisch.

Häkelanleitung Erigeneia

Abkürzungen

  • Lm: Luftmasche
  • Wlm: Wendeluftmasche
  • Km: Kettmasche
  • Stb: Stäbchen
  • DStb: Doppelstäbchen
  • BM3/BM2: Büschelmasche mit 3 bzw. 2 Einstichen

Besondere Maschen

  • Büschelmasche: Umschlag, Nadel in angegebene Masche einstechen, Faden durchholen und die Schlaufe etwa auf die Höhe eine Stäbchens lang ziehen. Für BM3 noch zweimal wiederholen. Für BM2 noch einmal wiederholen. Faden holen und durch alle Schlaufen auf der Nadel bis auf die letzte ziehen. Faden holen und die letzten beiden Schlaufen abmaschen. (Siehe auch Fototutorial am Ende der Anleitung.)
  • kleine Muschel: 1 Stb, 2 Lm, 1 Stb in gleiche Einstichstelle
  • große Muschel: 2 Stb, 1 Lm, 2 Stb in gleiche Einstichstelle
  • 2er-BM-Muschel: BM3, 2 Lm, BM3 in gleiche Einstichstelle
  • 3er-BM-Muschel: BM3, 2 Lm, BM3, 2 Lm, BM3 in gleiche Einstichstelle
  • Stb zwischen 2 Stäbchen: Normales Stäbchen arbeiten, es ändert sich nur die Einstichstelle: Statt in eine Masche der Vorreihe zu arbeiten, wird in den Zwischenraum zwischen zwei Stäbchen der Vorreihe eingestochen. (Siehe auch Foto am Ende der Anleitung.)

Anleitung

Hinweis: Auf der Projektseite auf Ravelry gibt es zusätzlich zu dieser Anleitung hier noch eine Tabelle mit den Maschenzahlen je Reihe als PDF-Datei.

Anfang

  • 4 Lm, mit Km zu Ring schließen
  • 1. Reihe: 4 Wlm, in den Ring: 5 Stb, 1 Lm, 5 Stb, 1 DStb
  • 2. Reihe: 4 Wlm, 2 Stb in erste Masche, je 1 Stb in jede Masche bis zur Lm an der Spitze des Tuchs. (2 Stb, 1 Lm, 2 Stb) um Lm. Je 1 Stb in jede Masche bis zum Reihenende, (1 Stb, 1 DStb) zusätzlich in die letzte Masche.
  • 3. Reihe: 4 WLm, 1 Stb in erste Masche. 1 Lm, 1 Stb in nächste Masche. * 1 Lm, 1 Masche überspringen, 1 Stb in nächste Masche * wiederholen bis zur Lm an der Spitze des Tuchs. (Lm, Stb, Lm, Stb, Lm) um Lm. 1 Stb in nächste Masche, * 1 Lm, 1 Masche überspringen, 1 Stb * wiederholen bis Reihenende, (1 Lm, 1 Stb, 1 DStb) in letzte Masche.
  • 4. und 5. Reihe: wie 2. Reihe

Part A

Hinweis: Es wird immer eine kleine Muschel um die Lm einer großen Muschel, und eine große Muschel um die Lm einer kleinen Muschel gearbeitet. Nur Reihenanfang und -ende sowie die Maschen an der Spitze des Tuches sind in den Reihen unterschiedlich.

  • 6. Reihe: 4 Wlm, 1 Lm, 1 Masche überspringen, kleine Muschel in nächste Masche. * 3 Maschen überspringen, große Muschel in nächste Masche, 3 Maschen überspringen, kleine Muschel in nächste Masche* bis zur Lm an der Spitze des Tuchs wiederholen. 3 Maschen überspringen, (2 Stb, 1 Lm, 3 Stb, 1 Lm, 2 Stb) um Lm (ergibt 2 große Muscheln, die sich das mittlerste Stb teilen). * 3 Maschen überspringen, kleine Muschel in nächste Masche, 3 Maschen überspringen, große Muschel in nächste Masche * wiederholen bis Reihenende. 3 Maschen überspringen, kleine Muschel in nächste Masche, 1 Lm, DStb in oberste Wlm.
  • 7. Reihe: 3 Wlm, 2 Lm, 1 Stb in erste Masche (ersetzt eine kleine Muschel), * große Muschel um Lm der kleinen Muschel, kleine Muschel um Lm der großen Muschel * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. 1 Lm, 1 DStb in mittleres Stäbchen an der Spitze (also in das Stb, das sich die beiden großen Muscheln teilen), 1 Lm. * Kleine Muschel um Lm der großen Muschel, große Muschel um Lm der kleinen Muschel * wiederholen bis Reihenende. Kleine Muschel in oberste Wlm.
  • 8. Reihe: 4 Wlm, 1 Lm, * große Muschel um Lm der kleinen Muschel, kleine Muschel um Lm der großen Muschel * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. Große Muschel um Lm der kleinen Muschel. (1 Stb, 2 Lm, 1 Stb, 2 Lm, 1 Stb) in Doppelstäbchen an der Spitze (ergibt 2 kleine Muscheln, die sich das mittlere Stb teilen). * Große Muschel um Lm der kleinen Muschel, kleine Muschel um Lm der großen Muschel * wiederholen bis Reihenende. Große Muschel um Lm der kleinen Muschel. 1 Lm, 1 DStb in oberste Wlm.
  • 9. Reihe: 3 Wlm, (1 Stb, 1 Lm, 2 Stb) in erste Masche (ersetzt eine große Muschel), * kleine Muschel um Lm der großen Muschel, große Muschel um Lm der kleinen Muschel * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. 1 Lm, DStb in Stb an der Spitze (also in das Stb, das sich die beiden kleinen Muscheln teilen), 1 Lm, * große Muschel um Lm der kleinen Muschel, kleine Muschel um Lm der großen Muschel * wiederholen bis Reihenende. Große Muschel in oberste Wlm.
  • 10. Reihe: 4 Wlm, 1 Lm, * kleine Muschel um Lm der großen Muschel, große Muschel um Lm der kleinen Muschel* wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. Kleine Muschel um Lm der großen Muschel, (2 Stb, 1 Lm, 3 Stb, 1 Lm, 2 Stb) in DStb (ergibt 2 große Muscheln, die sich das mittlerste Stb teilen), * kleine Muschel um Lm der großen Muschel, große Muschel um Lm der kleinen Muschel * wiederholen bis Reihenende. Kleine Muschel um Lm der großen Muschel, 1 Lm, DStb in oberste Wlm.
  • 11. Reihe: wie Reihe 7
  • 12. Reihe: wie Reihe 8

Part B

  • 13. Reihe: 4 Wlm, 2 Stb in erste Masche, 1 Stb um Lm, * je 1 Stb in jede Masche der großen Muschel (also 5 Stb insg.), 3 Stb um Lm der kleinen Muschel * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. (2 Stb, 1 Lm, 2 Stb) in Stb an der Spitze (also in das Stb, das sich die beiden kleinen Muscheln teilen). * 3 Stb um Lm der kleinen Muschel, 1 Stb in jede Masche der großen Muschel * wiederholen bis Reihenende. 1 Stb um Lm, (2 Stb, 1 DStb in oberste Wlm.
  • 14. – 17. Reihe: wie Reihen 2 bis 5

Wiederhole Part A und Part B noch je zwei Mal.

Bordüre

  • 1. Reihe: 4 Wlm, 2 Lm, 7 mal 1 Stb in nächste Masche, * 2 Lm, 2 Maschen überspringen, BM3 in nächste Masche, 2 Lm, 2 Maschen überspringen, 7 mal 1 Stb in nächste Masche * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. 2 Lm, (BM3, 1 Lm, BM3, 1 Lm, BM3) um Lm an der Spitze. 2 Lm, 2 Maschen überspringen, 7 mal 1 Stb in nächste Masche, * 2 Lm, 2 Maschen überspringen, BM3 in nächste Masche, 2 Lm, 2 Maschen überspringen, 7 mal 1 Stb in nächste Masche * wiederholen bis Reihenende. 2 Lm, 1 DStb in oberste Wlm.
  • 2. Reihe: 2 Wlm, (BM2, 2 Lm, BM3) in erste Masche (ersetzt eine 2er-BM-Muschel), 2 Lm, 6 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe, * 2 Lm, 2er-BM-Muschel in BM3, 2 Lm, 6 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. 3 mal (2 Lm, 2er-BM-Muschel in nächste BM3). 2 Lm, 6 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe. * 2 Lm, 2er-BM-Muschel in BM3, 2 Lm, 6 Mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe * wiederholen bis Reihenende. 2 Lm, 2er-BM-Muschel in oberste Wlm.
  • 3. Reihe: 4 Wlm, * 3Lm, 2er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel, 3 Lm, 5 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. 3 mal (3 Lm, 2er-BM-Muschel um Lm der nächsten BM-Muschel), 3 Lm, * 5 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe, 3Lm, 2er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel, 3 Lm, * wiederholen bis Reihenende. 1 DStb in BM2.
  • 4. Reihe: 3 Wlm, * 4 Lm, 2er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel, 4 Lm, 4 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. 4 Lm, 3 mal (2er-BM-Muschel um Lm der nächsten BM-Muschel, 3 Lm), 1 Lm. * 4 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe, 4 Lm, 2er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel, 4 Lm * wiederholen bis Reihenende. 1 Stb in oberste Wlm.
  • 5. Reihe: 3 Wlm, 1 Stb in erste Masche. * 3 Lm, 3er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel, 3 Lm, 3 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. 3 mal (3 Lm, 3er-BM-Muschel um Lm der nächsten BM-Muschel), 3 Lm. * 3 mal 1 Stb zwischen 2 Stb der Vorreihe, 3 Lm, 3er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel, 3 Lm * wiederholen bis Reihenende. 2 Stb in oberste Wlm.
  • 6. Reihe: 3 Wlm, 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe. * 3 Lm, 2er-BM-Muschel um ersten Lm-Bogen der 3er-BM-Muschel, 3 Lm, 2er-BM-Muschel um zweiten Lm-Bogen der 3er-BM-Muschel, 3 Lm, 2 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. 3 Lm, 3 mal (2er-BM-Muschel um ersten Lm-Bogen der nächsten 3er-BM-Muschel, 3 Lm, 2er-BM-Muschel um zweiten Lm-Bogen der 3er-BM-Muschel, 2 Lm), 1 Lm. * 2 mal 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe, 3 Lm, 2er-BM-Muschel um ersten Lm-Bogen der 3er-BM-Muschel, 3 Lm, 2er-BM-Muschel um zweiten Lm-Bogen der 3er-BM-Muschel, 3 Lm * wiederholen bis Reihenende. 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe, 1 Stb in oberste Wlm.
  • 7. Reihe: 3 Wlm, * 2er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel, 2 Lm, 3er-BM-Muschel um 3er-Lm-Bogen, 2 Lm, 2er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel, 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe * wiederholen bis zur Spitze des Tuchs. 3 mal (2er-BM-Muschel um Lm der nächsten BM-Muschel, 2 Lm, 3er-BM-Muschel um 3er-Lm-Bogen, 2 Lm, 2er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel). * 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe, 2er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel, 2 Lm, 3er-BM-Muschel um 3er-Lm-Bogen, 2 Lm, 2er-BM-Muschel um Lm der BM-Muschel * wiederholen bis Reihenende. 1 Stb zwischen zwei Stb der Vorreihe.

Fertigstellung

Arbeit beenden, Fäden vernähen, Tuch spannen.

Häkelschriften

Häkelschrift für Part A und Part B

Häkelschrift Erigeneia

(Klick aufs Bild öffnet größere Version zum Drucken)

Häkelschrift für Bordüre

Häkelschrift Erigeneia Bordüre

(Klick aufs Bild öffnet größere Version zum Drucken)

Bilder vom Erigeneia

Schräge Ansicht des Erigeneia

Spitze des Tuchs Erigeneia

Erigeneia ausgebreitet

Fototutorials

Büschelmaschen

Fototutorial Büschelmasche

  1. Umschlag, einmal einstechen und Faden holen. Schlaufe auf etwa die Höhe eines Stäbchens lang ziehen
  2. ersten Schritt noch zweimal wiederholen
  3. Faden holen und durch alle Schlaufen auf der Nadel bis auf eine ziehen
  4. Faden holen und letzte beiden Schlaufen abmaschen

Stäbchen zwischen zwei Stäbchen arbeiten

Fototutorial Stäbchen in Zwischenraum arbeiten

  1. Die grünen Pfeile weisen auf den Zwischenraum zwischen zwei Stäbchen. Dorthin wird eingestochen.
  2. Die roten Pfeile zeigen zum Vergleich auf normal gearbeitete Stäbchen, bei denen in die Maschen eingestochen wurde.

Über den Namen

Erigeneia bedeutet „die Früherwachende“ und ist ein Beiname der griechischen Göttin Eos – der Göttin der Morgenröte (siehe auch Wikipedia). Da der wunderschöne Farbverlauf der Wolle mich sofort an einen Sonnenaufgang denken ließ, lag ein entsprechender Name für das Tuch natürlich nahe 🙂

Häkelanleitung Philemon/Baucis

Häkelanleitung Philemon/Baucis - Vorschaubild

Das Philemon/Baucis ist ein asymmetrisches Dreieckstuch, das mit dem Webstich gehäkelt wird. D. h. es besteht nur aus festen Maschen und Luftmaschen. Dadurch ergibt sich ein recht dichtes Maschenbild ohne große Löcher, das aber dennoch weich und flexibel ist. Hier findest du die kostenlose Häkelanleitung. Das Tuch ist sehr einfach zu häkeln und daher auch für Anfänger geeignet.

Material

  • 750m 4-fädrige Farbverlaufswolle 50% Baumwolle/50% Polyacryl (hier: WaldmeisterCreme von Wollium)
  • oder: insg. ca. 200g Wolle mit einer Lauflänge von 360m/100g in zwei Farben. (Von der Kontrastfarbe deutlich weniger als von der Hauptfarbe. Da ich Farbverlaufsgarn verwendet habe, kann ich leider keine genauen Angaben zur Menge machen.)
  • Häkelnadel der Stärke 5mm

Größe des Tuchs

Bei oben angegebener Wollmenge

  • Spannweite: ca. 175cm
  • Tiefe: ca. 70cm

Das Tuch kann nach Belieben vergrößert werden, indem weitere Reihen gehäkelt werden.

Tuch Philemon/Baucis

Häkelanleitung Philemon/Baucis

Hinweis: Das Farbverlaufsgarn wird von beiden Enden gleichzeitig verarbeitet. Es werden jeweils 13 Reihen in Farbe 1 gehäkelt, gefolgt von 3 Reihen in Farbe 2.

Abkürzungen

  • Lm: Luftmasche
  • fM: feste Masche
  • F1: Farbe 1
  • F2: Farbe 2

Anleitung

  • Reihe 1: mit F1: 2 Lm, (fM, Lm, fM) in erst Lm
  • Reihe 2: Arbeit wenden, 2 Lm, fM um Lm der Vorreihe, Lm, fM in letzte fM der Vorreihe
  • Reihe 3: Arbeit wenden, Lm, fM in erste fM der Vorreihe, *Lm, fM um nächste Lm* bis Reihenende wiederholen
  • Reihe 4: Arbeit wenden, 2Lm, *fM un nächste Lm, Lm* bis Reihenende wiederholen. fM in letzte fM der Vorreihe.
  • Reihe 5-13: Reihe 3 und 4 im Wechsel wiederholen (mit einer Reihe 3 aufhören)
  • Reihe 14-16: mit F2 Reihe 4, Reihe 3, Reihe 4
  • Reihe 17-29: mit F1 Reihe 3 und Reihe 4 im Wechsel wiederholen

Weitere Reihen nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Jeweils 13 Reihen in F1 häkeln, gefolgt von 3 Reihen in F2. Arbeit nach einem Block in F1 beenden.

Bei Arbeit mit Farbverlaufsgarn: Sobald F1 und F2 identisch sind, weiterhäkeln bis das Garn aufgebraucht ist und keine Farbwechsel mehr vornehmen.

Arbeit beenden, Fäden vernähen.

Häkelschrift

Häkelschrift Philemon/Baucis

(Klick auf das Bild öffnet es zum Ausdrucken auf neuer Seite.)

Über den Namen

Philemon/Baucis - DetailansichtPhilemon und Baucis sind Gestalten aus der griechischen Mythologie. Sie sind ein glückliches Ehepaar und werden von den Göttern für ihre Großzügigkeit und Gastfreundschaft belohnt: Keiner von beiden wird je den Schmerz erleiden, den anderen sterben zu sehen und ihn betrauern müssen. Als in hohem Alter ihre Zeit auf Erden zu Ende geht, verwandeln sie sich gleichzeitig in Bäume, deren Äste miteinander verflochten sind. (Siehe auch zeno.org)

Häkelanleitung Phlegethon – ein Dreieckstuch

Häkelanleitung Phlegethon - Vorschaubild

Das Phlegethon ist ein leicht asymmetrisches Dreieckstuch, das mit zwei verschiedenen Farben gehäkelt wird. Obwohl die Farbe in jeder Reihe wechselt, brauchen nicht viele Fäden vernäht werden. Ideal also für alle, die mehrfarbige Tücher mögen, aber zur nähfaulen Fraktion gehören (so wie ich). Hier findest du die kostenlose Häkelanleitung für das Tuch.

English version available at Ravelry:
Projektseite auf Ravelry:

Material

  • 100g 4-fädrige Sockenwolle in Hauptfarbe (420m/100g, 75% Schurwolle / 25% Polyamid); hier: selbstgefärbte Wolle in rötlichen Tönen
  • 90g 4-fädrige Sockenwolle in Kontrastfarbe (420m/100g, 75% Schurwolle / 25% Polyamid); hier: Drops Fabel in Schwarz
  • Häkelnadel Stärke 4,5mm
  • 2 verschließbare Maschenmarkierer

Größe des Tuchs

Bei oben angegebener Wollmenge:

  • Spannweite: gespannt ca. 175cm, ungespannt ca. 170cm
  • Tiefe: gespannt ca. 70cm, ungespannt ca. 65cm

Das Tuch kann nach Belieben vergrößert werden, indem weitere Reihen gehäkelt werden.
Phlegethon

Häkelanleitung Phlegethon

Hinweis: Die Reihen dieses Tuchs werden abwechselnd in der Hauptfarbe (HF) und der Kontrastfarbe (KF) gehäkelt. Um nicht nach jeder Reihe den Faden abzuschneiden und später wieder neu ansetzen zu müssen, werden je eine Reihe in HF und KF in die gleiche Richtung gearbeitet. Das Häkelwerk wird daher erst nach jeweils zwei Reihen gewendet. Dadurch lassen sich die Fäden seitlich mitnehmen und lästiges Fäden vernähen wird vermieden. Siehe dazu auch die Bildanleitungen am Ende der Seite.

Abkürzungen

  • Lm: Luftmasche
  • DStb: Doppelstäbchen
  • Stb: Stäbchen
  • Km: Kettmasche
  • WLm: Wendeluftmasche
  • hStb: halbes Stäbchen
  • fM: feste Masche
  • HF: Hauptfarbe
  • KF: Kontrastfarbe

Besondere Maschen

  • Muschel: 7 DStb in gleiche Masche gehäkelt
  • halbe Muschel: 4 WLm mit beiden Farben gemeinsam, Schlaufe der KF mit Maschenmarkierer sichern, nur mit HF 3 DStb in gleiche Masche (siehe Bilder 7-9)
  • tiefer gestochenes Stb: Stb in eine Masche der vorletzten Reihe

Anleitung

  • 1. Reihe: mit HF: 5 Lm, 4 DStb in erste Lm. Schlaufe auf der Häkelnadel mit einem Maschenmarkierer sichern (siehe Bild 1). Nicht wenden.
  • 2. Reihe: KF in oberste Lm der Vorreihe ansetzen. 3 Lm, je 1 Stb in jedes DStb der Vorreihe. Beim letzten Stb die gesicherte Schlaufe der HF mit auf die Nadel nehmen und mit beiden Fäden gemeinsam abmaschen (siehe Bilder 2-6).
  • 3. Reihe: Arbeit wenden, 4 Wlm mit beiden Fäden gemeinsam, Schlaufe der KF mit Maschenmarkierer sichern (siehe Bilder 7-9), nur mit HF weiter. Muschel in erstes Stb, 3 Maschen überspringen, Km in letzte Masche (also in die oberste der 3 Lm der Vorreihe). Schlaufe der HF mit Maschenmarkierer sichern. Nicht wenden.
  • 4. Reihe: Gesicherte Schlaufe der KF aufnehmen (siehe Bilder 10 u. 11), 3 Lm, je 1 Stb in jedes DStb der Muschel der Vorreihe, 1 tiefer gestochenes Stb in oberste Lm in KF der vorletzten Reihe (Masche, in die auch die Km in HF in der Vorreihe gearbeitet wurde, die Km dabei mit umhäkeln). Beim letzten Stb die gesicherte Schlaufe der HF mit auf die Nadel nehmen und mit beiden Fäden gemeinsam abmaschen.
  • 5. Reihe: Arbeit wenden, halbe Muschel in erstes Stb, 3 Maschen überspringen, Km in nächste Masche, 3 Maschen überspringen, Muschel in nächste Masche (also in die oberste Lm der Vorrunde in KF), 1 DStb in gleiche Masche; Schlaufe der HF mit einem Maschenmarkierer sichern. Nicht wenden.
  • 6. Reihe: Gesicherte Schlaufe der KF aufnehmen. 3 Lm, je 1 Stb in jedes DStb der halben Muschel der Vorreihe, 1 tiefer gestochenes Stb in das Stb der vorletzten Runde in das auch die Km in HF gearbeitet wurde (also in die Masche in KF, die KM dabei mit umhäkeln), je 1 Stb in jedes der 7 DStb der Muschel der Vorreihe, 1 Stb in letzte Masche. Beim letzten Stb die gesicherte Schlaufe der HF mit auf die Nadel nehmen und mit beiden Fäden gemeinsam abmaschen.
  • 7. Reihe: Arbeit wenden, 4 WLm mit beiden Fäden gemeinsam, Schlaufe der KF mit Maschenmarkierer sichern, nur mit HF weiter. Muschel in erstes Stb, 3 Maschen überspringen, Km in nächste Masche, *3 Maschen überspringen, Muschel in nächste Masche, 3 Maschen überspringen, Km in nächste Masche* bis zum Reihenende wiederholen. Schlaufe der HF mit Maschenmarkierer sichern. Nicht wenden.
  • 8. Reihe: Gesicherte Masche der KF aufnehmen. 3 Lm, *je 1 Stb in jede des der 7 DStb der Muschel, 1 tiefer gestochenes Stb in das Stb der vorletzten Runde in das auch die Km in HF gearbeitet wurde (also in die Masche in KF, die Km dabei mit umhäkeln)* bis zum Reihenende wiederholen. Beim letzten Stb die gesicherte Schlaufe der HF mit auf die Nadel nehmen und mit beiden Fäden gemeinsam abmaschen.
  • 9. Reihe: Arbeit wenden, halbe Muschel in erstes Stb, *3 Maschen überspringen, Km in nächste Masche, 3 Maschen überspringen, Muschel in nächste Masche* bis Reihenende wiederholen. 1 DStb in gleiche Masche wie die Muschel; Schlaufe der HF mit einem Maschenmarkierer sichern. Nicht wenden.
  • 10. Reihe: Gesicherte Masche der KF aufnehmen. 3 Lm, je 1 Stb in jedes DStb der halben Muschel der Vorreihe, *1 tiefer gestochenes Stb in das Stb der vorletzten Runde in das auch die Km in HF gearbeitet wurde (also in die Masche in KF, die Km dabei mit umhäkeln), je 1 Stb in jedes der 7 DStb der Muschel der Vorreihe* bis Reihenende wiederholen. 1 Stb in letzte Masche. Beim letzten Stb die gesicherte Schlaufe der HF mit auf die Nadel nehmen und mit beiden Fäden gemeinsam abmaschen.

Reihen 7-10 wiederholen bis zur gewünschten Größe. Mit einer „Reihe 10“ aufhören, also mit einer Reihe in KF, die auf der Seite mit den ganzen Muscheln endet. Mit Umrandung fortfahren.

Umrandung

  • Arbeit wenden. Die Umrandung beginnt mit einer Rückreihe auf die letzte Reihe in KF
  • 3 WLm, *1 hStb, 1 fM, 3 Km, 1fM, 1 hStb, 1 Stb* wiederholen bis 4 Maschen vor der Ecke des Tuchs. 1 hStb, 1 fM, 2 Km in die letzten 4 Maschen.
  • Arbeit um 90 Grad drehen, so dass nun die Seite, auf der die HF mit halben Muscheln endet, umhäkelt wird
  • (1 Stb, 1 DStb, 1 Stb) in erste Masche aus HF (dort wo die 3 WLm der letzten Tuchreihe starten). *4 Stb seitlich um das DStb, 2 x 3 Stb seitlich um das Stb* wiederholen bis zur nächsten Ecke. 4 Stb seitlich um das letzte DStb. (3 Stb, 1 DStb, 2 Stb) in die Anfangsluftmasche des Tuchs.
  • Arbeit um 90 Grad drehen, so dass nun die letzte Seite des Tuchs umhäkelt wird
  • *4 Stb seitlich um das DStb, 3 Stb seitlich um das Stb* wiederholen bis zum Reihenende an der nächsten Ecke. (2 Stb, 1 DStb, 1 Stb) in das letzte Stäbchen der letzten Tuchreihe (also in die Masche, aus der die 3 WLm für die Umrandung entspringen). Km in oberste der 3 WLm.

Fertigstellung

Arbeit beenden, Fäden vernähen und falls gewünscht das Tuch spannen.

Häkelschriften

Häkelschrift für das Tuch

Häkelschrift für das Tuch Phlegethon

(Klick auf das Bild öffnet es zum Ausdrucken auf neuer Seite.)

Häkelschrift für die Umrandung

Häkelschrift für die Umrandung des Phlegethon

(Klick auf das Bild öffnet es zum Ausdrucken auf neuer Seite.)

Bildanleitungen

Schlaufe sichern

Verschließbaren Maschenmarkierer durch die Schlaufe auf der Nadel ziehen. Markierer schließen und Häkelnadel entfernen. Die Arbeitsschlaufe ist nun gesichert, so dass sich die Maschen nicht versehentlich aufribbeln können.

Arbeitsschlaufe sichern

Bild 1: Schlaufe sichern

Stäbchen mit beiden Farben gemeinsam abmaschen

Bild 2 zeigt die letzte noch unbehäkelte Masche in HF. Die Schlaufe in HF ist noch gesichert. Jetzt wie üblich für ein Stäbchen einen Umschlag machen, in die letzte Masche einstechen und den Faden holen (Bild 3).

Farben gemeinsam abmaschen

Bild 2: gesicherte Schlaufe in HF, das letzte Stb in KF ist noch zu häkeln

Farben gemeinsam abmaschen - eingestochen

Bild 3: Mit Umschlag für das Stb in die Masche eingestochen und Faden einmal durchgeholt

Nun die gesicherte Schlaufe in HF mit auf die Nadel nehmen und die letzte Masche festziehen (Bild 4). Von nun an arbeitest du mit beiden Fäden gemeinsam.

mit beiden Farbem abmaschen - Schlaufe auf Nadel nehmen

Bild 4: gesicherte Schlaufe mit auf die Nadel nehmen

Nun beide Fäden gemeinsam holen und durch alle Schlaufen bis auf die letzte auf der Nadel ziehen (Bild 5). Nochmal beide Fäden holen und auch die letzte Schlaufe abmaschen (Bild 6)

mit beiden Fäden einmal abgemascht

Bild 5: mit beiden Fäden einmal abgemascht

Fertiges Stäbchen

Bild 6: Fertiges Stäbchen

Reihenanfang in Hauptfarbe

Nach dem letzten Stb in KF sind bereits beiden Fäden auf der Nadel. Mit beiden Fäden gemeinsam 4 WLm häkeln (Bild 7).

4 WLm mit beiden Fäden gemeinsam

Bild 7: 4 WLm mit beiden Fäden gemeinsam

Die Schlaufe in KF von der Nadel nehmen und mit einem Maschenmarkierer sichern (Bild 8). Von hier an nur noch mit HF weiterarbeiten. Bild 9 zeigt den Reihenanfang nach 2 gehäkelten Doppelstäbchen.

Schlaufe in KF mit Maschenmarkierer sichern.

Bild 8: Schlaufe in KF mit Maschenmarkierer sichern.

die ersten beiden Doppelstäbchen der Reihe gehäkelt

Bild 9: die ersten beiden Doppelstäbchen der Reihe gehäkelt

Reihenanfang in Kontrastfarbe

Die Schlaufe in KF auf die Nadel nehmen (Bild 10) und 3 Lm als Ersatz für das erste Stb häkeln. Dann nach Anleitung Stäbchen in die nächsten Maschen.

Schlaufe in KF aufnehmen

Bild 10: Schlaufe in KF aufnehmen

Reihenanfang Kontrastfarbe

Bild 11: wie gewöhnt häkeln (nicht vom schwarzen Faden rechts irritieren lassen, dort war das Knäuel zuende)

Bilder fertiger Tücher

Phlegethon

Phlegethon aus rötlicher Wolle mit schwarzem Kontrast

buntes Phlegethon

Buntes Phlegethon mit weißem Kontrast

Über den Namen

Gefärbte Wolle verhäkeltPhlegethon ist ein Name aus der griechischen Mythologie und bezeichnet dort einen Fluss in der Unterwelt, der kein Wasser führt, sondern aus Flammen besteht (siehe Wikipedia).

Da sich das Tuch beim Häkeln zunächst etwas wellt, lag die Assoziation zu „Fluss“ auf der Hand. Die rot/orangenen Farben meiner Wolle ließen mich zudem an Feuer denken. Ein flammender Fluss also – Phlegethon.

Wolle färben mit Ostereierfarbe

Wolle färben

Wolle färben macht Spaß und ist gar nicht so schwierig. Die Ergebnisse sind jedesmal aufs Neue spannend und es ist einfach toll zu sehen, wie die weiße Wolle bunt wird und wie die gefärbte Wolle erst auf dem Strang aussieht und wie sie dann verarbeitet wirkt.

Hier findest du eine Anleitung zum Wolle färben mit Ostereierfarbe. So gelingt es auch dir und du kannst dich an deinen eigenen Farbkreationen erfreuen.

Materialien zum Wolle färbenWas du brauchst

  • Wolle mit einem hohen Anteil tierischer Fasern
  • Ostereierfarbe (hier: Farbe zum Kaltfärben)
  • Gefäße zum Anrühren der Farben
  • Wasser
  • Essig
  • Löffel
  • Latexhandschuhe
  • Schere
  • Eimer (idealerweise mit Deckel) zum Beizen der Wolle
  • abwischbare Arbeitsfläche
  • optional: Haspel und Wollwickler

Vorbereitungen

Welche Wolle sich zum Färben mit Ostereierfarbe eignet

Zum Wolle Färben mit Ostereierfarbe brauchst du ein Garn mit einem hohen Anteil an tierischen Fasern. Baumwolle und Kunstfasern nehmen die Farbe nicht an! Sehr gut zum Färben eignet sich Sockenwolle, aber auch jedes andere Garn aus Schurwolle wie z.B. Merino oder Alpaka funktioniert.

Deine Wolle sollte möglichst hell bzw. bisher ungefärbt sein, damit die Farben gut zur Geltung kommen. Du kannst aber auch bereits gefärbte Wolle nehmen. Dabei musst du dich allerdings darauf einstellen, dass die Farben verfälscht werden; insbesondere bei dunkler Ausgangsfarbe.

Wolle zum Strang wickeln

Zum Färben brauchst du einen Wollstrang, damit die Farbe auch wirklich überall hinkommt. Um dir Arbeit zu ersparen, kannst du dir die Wolle zum Färben direkt als Strang kaufen. Hast du nur ein Knäuel zur Hand, musst du es umwickeln. Falls vorhanden, benutze eine Haspel dafür. Ansonsten eignen sich auch Stuhllehnen oder die Arme eines geduldigen Partners. Bitte nicht vergessen, den Strang an einigen Stellen locker abzubinden, damit sich die Wolle später nicht total verheddert! Den Anfang und das Ende des Fadens knotest du zusammen.

Wolle mit Essig beizen

Damit deine Wolle die Farbe später gut annimmt, wird sie vorher mit Essig gebeizt. Dafür Essig und Wasser ca. im Verhältnis 1:4 in einem Eimer oder einer Schüssel mischen. Also z.B. 1 Liter Wasser und 250ml Essig zusammengeben. Vorsicht bei Essigessenz! Diese ist viel konzentrierter als normaler Essig und du brauchst entsprechend weniger.

In dieses Essigbad legst du nun deinen Wollstrang. Du solltest darauf achten, dass die Wolle komplett von der Flüssigkeit bedeckt werden kann, ansonsten einfach noch Wasser und Essig nachfüllen. Dein Strang bleibt nun ein paar Stunden in dieser Beize. Wenn ich Wolle färbe, lasse ich sie meist über Nacht baden.

Tipp: Nimm ein verschließbares Gefäß. Essig hat leider einen intensiven Geruch. Ich verwende z.B. einen alten, aber gründlich gereinigten Farbeimer mit Deckel, damit nicht die ganze Wohnung nach Essig stinkt.

Kurz bevor du die Wolle färbst, nimmst du sie wieder aus dem Essigbad heraus. Überschüssiges Essigwasser drückst du heraus. Die Wolle bitte nicht wringen! Beim Wringen steigt die Gefahr, dass die Fasern verfilzen. Deine Essigbeize kannst du anschließend wegschütten oder für das nächste Mal aufbewahren.

Wolle färben

Von nun an solltest du Handschuhe tragen. Es sei denn, du möchtest außer der Wolle auch deine Hände mit einfärben. 😉 Sinnvollerweise arbeitest du nun auch über einer abwaschbaren Fläche, z.B. der Arbeitsplatte in der Küche.

Farbe zum Wolle färben anrührenFarben anrühren

Je Farbe füllst du ein Gefäß mit etwas Wasser. Auf die genaue Menge kommt es nicht an. Ich verwende ausgewaschene Eisschalen und fülle sie mit ca. 400ml Wasser. Dazu kommt jeweils noch ein guter Schuss Essig.

Schneide eine Farbpatrone vorsichtig auf und gib den Inhalt in eine der Schalen. Jetzt noch gut mit einem Löffel umrühren und schon kannst du mit dem Färben loslegen.

Für kräftige, leuchtende Farben brauchst du je 100g Wolle etwa 4 Farbpatronen. Bei weniger Ostereierfarbe wird die Wolle heller. Du erhälst also Pastellfarben, was auch sehr schön aussehen kann.

Wolle färbenWolle färben: jetzt wird sie bunt

Tauche deine Wolle ganz nach Belieben in die Farben ein und drücke sie vorsichtig mit einem Löffel unter, so dass sie ganz mit Flüssigkeit bedeckt ist. Achte darauf, dass keine hellen Stellen über bleiben.

An den Übergängen von den Gefäßen bleibt die Wolle dabei zunächst weiß. Falls gewünscht, kannst du das natürlich so lassen.

Wolle färben: fließender FarbübergangWolle färben

Wenn du fließende Übergänge von einer Farbe zur anderen möchtest, kannst du Farbe aus beiden Gefäßen mit den Löffeln auf die Wolle geben. Schneller geht es, wenn du den Strang einfach ein wenig in Richtung der einen Farbe ziehst, so dass der ungefärbte Teil sich auch mit Farbe vollsaugt. Anschließend kannst du ihn in ein Stück in das andere Farbbehältnis ziehen, so dass sich die Farben am Übergang vermischen.

Wolle färben: Strang ausdrücken
Die Wolle läßt du nun für ein paar Minuten in diesem Farbbad. Dann nimmst du sie heraus und drückst noch über den Gefäßen vorsichtig das überschüssige Wasser heraus. Pass dabei auf, dass dir Teile vom Strang nicht in die falschen Gefäße fallen 😉 Deine bunten Hände kannst du ggf. zwischendurch abwischen, damit du mit ihnen keine Farbe dorthin verteilst, wo du sie nicht haben möchtest.

Auf den Bildern kannst du übrigens auch sehen, dass die Farbintensität nachlässt, wenn du mit den gleichen Farbbädern zwei Stränge färbst. Insbesondere das Grün ist beim zweiten Strang (letztes Bild) deutlich heller als beim ersten.

Fixieren der Farben im BackofenFarbe fixieren

Damit sich die Farbe später nicht herauswäscht, muss sie fixiert werden. Das geht prima im Backofen. Leg die Wolle einfach auf ein sauberes Backblech und gib sie für ca. 1 Stunde bei 90° in den Ofen. Vorsicht, sie ist anschließend heiß!

Gefärbte Stränge waschenÜberschüssige Farbe auswaschen

Wenn du die Wolle aus dem Ofen holst, lass sie zunächst ein wenig abkühlen. Dann wäschst du unter handwarmen Wasser die überschüssige Farbe heraus. Nicht erschrecken, wenn das Wasser erstmal kräftig bunt wird. Das kann vorkommen und ist völlig normal. Deine Wolle wird trotzdem bunt bleiben.

Wolle färben: Stränge trocknen lassenWenn das Wasser klar ist, wäschst du deinen Strang noch vorsichtig mit Wollwaschmittel oder einem milden Shampoo. Auch hier wird sich nochmal überschüssige Farbe lösen. Danach spülst du die Wolle wieder solange aus bis das Wasser klar ist und drückst das Garn anschließend kräftig aus. Auch diesmal wieder: Bitte nicht wringen! Anschließend hängst du die Wolle zum trocknen auf.

Wolle färben: Fertige SträngeAbschluss

Wenn deine gefärbte Wolle getrocknet ist, kannst du sie zunächst als Strang zusammendrehen und ausgiebig bewundern. 😀

Auf dem Foto rechts erkennst du übrigens auch gut die weißen Fäden, mit denen die Stränge abgebunden sind. Die waren in diesem Fall aus Kunstfaser und haben daher keine Farbe angenommen.

Wolle färben: Fertige KnäulWolle wickeln

Bevor du die Wolle verhäkelst, musst du sie zu einem Knäuel wickeln. Am einfachsten geht das natürlich mit einem Wollwickler. Per Hand ist es etwas mühseliger, aber auch gut zu meistern. Hier findest du eine Videoanleitung dazu.

Gefärbte Wolle verhäkeltHäkeln!

Ran geht es an die Nadel! Hier im Bild ist der rechte Strang bzw. das untere Knäuel zusammen mit Schwarz als Kontrast verarbeitet.